unsere nächste veranstaltung:


Duo  Soyka & Stirner 

 Donnerstag, 27. Februar 2020  |  19:30 h

 

Eulen und Nachtschwalben und ihre Tanz

 

Die Wiener Nacht ist dunkel, und manch einer muss sie fliehen.

Aber meine Freunde Soyka und Stirner, sie sind vom Stamm der Eulen und der Nachtschwalben. Sie gehören da hinein. Da sitzen sie, im Epizentrum der Nacht, sie haben

Augenringe und Augengläser, und die beinah letzte echte Wiener Volksmusik umgibt sie wie ein illuminierter Nebel.

Walther Soyka, Knöpferlharmonika, und Karl Stirner, Zither. Selten musizieren sie ausgestellt auf den Bühnen, Soyka sagt gar, er mag die Bühnen nicht. Er mag seine Musik lieber aus dem Leben heraus spielen, also mitten im eigenen Publikum sitzen und da heraus plötzlich zaubern, still nämlich anfangen, nicht lauter werden, bis die

anderen leiser sind, leiser und im besten Sinne betroffen. Es ist schon so: Die Moderne gehört allen, das Biedermeier uns allein. Diese angebliche große Zufriedenheit vor gut anderthalb Jahrhunderten, sie hat die Wiener Volks -musik wenn schon nicht erfunden, dann doch aus ihren Zutaten gruppiert. Und daraus schöpfen die beiden, gleichermaßen Schriftgelehrte und Freigeister der Wiener Musik, bis heute, daraus und aus dem, was nachher geschah. Aus dem Erbe der Schrammeln, der Walzerkönige und auch aus dem, was von den G’scherden am Land in die große Stadt gekommen ist und sich dort urbanisieren ließ oder eben auch nicht. Soyka und Stirner, die da zaubern, sind nicht allein. Es sind schon ein paar Musiker, die sich mit dem Wiener volksmusikalischen Erbgut beschäftigen. Aber die meisten mischen etwas bei, ein bisschen Moderne, ein bisschen Kunst. Soyka und Stirner tun nichts dazu, außer ihre eigenen schönen und abenteuerlichen Persönlichkeiten.

Der Altwiener Tanz und der Altwiener Marsch, sie wandern durch zwei Rock’n’Roller hindurch und kommen verjüngt und erfrischt wieder hervor.

Die Wiener Nacht ist dunkel, aber verführerisch, so wie sie hier klingt.

 

Das schrieb der wunderbare Schriftsteller und Musiker Ernst Molden im Jänner vor 11 Jahren 

 

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Aktuelle ausstellung:

was bleibt

MARIA TEMNITSCHKA  sieht, denk & malt

 

Maria Temnitschka beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Frage was zurückbleibt, wenn der Mensch geht. Ihre Motive findet sie vor allem in verlassenen Gebäuden, brachliegenden Gstettn und abgelegenen Winkeln.
…..Manche Szenerien erinnern an eine postapokalyptische Welt. Doch die Katastrophe ist schon längst Vergangenheit, nun ist wieder Frieden eingekehrt. Die Bilder strahlen eine große Ruhe und Stille aus. Temnitschka entwirft keine düsteren, pessimistischen Weltentwürfe, sondern eine abgeklärte Sicht auf die Endlichkeit der Dinge, vielleicht auch auf die eigene Sterblichkeit.  ……Günther Oberhollenzer

 

MARIA TEMNITSCHKA:
Studium der Metallgestaltung (1980-84) und Malerei (2002-06), Diplom mit Auszeichnung; Lehrbeauftragte an der Univ. für angewandte Kunst; diverse Ausstellungen im In-und Ausland; versch. Anerkennungen und Preise;  diverse öffentliche und private Ankäufe. 

www.temnitschka.at


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Wir zeigen Sendungsbewußtsein,

zu hören in der Radiofabrik, 

jeweils am

2. Dienstag im Monat um 18:00 Uhr

(WH Mittwoch 7:30 und Samstag 9:30)

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